Konzeptlos und intransparent – Umgang mit helfenden Händen für die FIU fördert nicht die Mitarbeiterzufriedenheit

Nachdem die sich bei der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) aus verschiedenen Gründen enorme Rückstände gebildet hatten, sollten zahlreiche Verstärker aus allen Teilen des Zolls anpacken. Geworben wurden die Kolleginnen und Kollegen mit der Aussicht, die FIU am Standort in Köln sowie bei den Zollfahndungsämtern im Bundesgebiet für die Dauer von drei bis sechs Monaten zu unterstützen. Jetzt folgt der Paukenschlag. Die Leitung der Generalzolldirektion (GZD) beabsichtigt, die Abordnungen auf die Dauer von insgesamt zwölf Monaten zu verlängern. Damit stellt sie die abgebenden Dienststellen, vor allem aber die Betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unvorbereitet vor zahlreiche Probleme.

Unbestritten ist, dass die FIU zum Abbau der Rückstände und zur dauerhaften Herstellung eines den Anforderungen voll entsprechenden Regelbetriebes Verstärkung benötigt. Nachvollziehbar ist auch, dass aufgrund der erforderlichen Fortbildung und Einarbeitung längerfristig geplante Verstärkungseinsätze vorteilhaft sind. Umso mehr verwundert aber die Vorgehensweise der GZD.

„Die Einsatzbereitschaft der hoch motivierten Kolleginnen und Kollegen hat einen offenen, transparenten und vor allem fairen Umgang verdient“, kritisiert Frank Buckenhofer, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei – Bezirksgruppe Zoll, die aktuelle Entwicklung. „Die tatsächlich beabsichtigte Verwendungsdauer hätte im Rahmen der Neigungsabfrage unmissverständlich kommuniziert werden müssen.“
Dem Vernehmen nach konnte die Leitung der FIU auch im Rahmen einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages kein überzeugendes Konzept zur Bewältigung der Startschwierigkeiten vorlegen. Das Vorgehen im Zusammenhang mit der Personalzuführung schließt sich nahtlos an und gießt Wasser auf die Mühlen der Kritiker an der im vergangenen Jahr vollzogenen Verlagerung der FIU vom Bundeskriminalamt (BKA) an die GZD.

„Die GdP-Zoll steht weiterhin zur Übernahme dieser Aufgabe durch den Zoll und hinter den engagierten Kolleginnen und Kollegen in der FIU. Gerade deshalb erwarten wir vom Bundesministerium der Finanzen und der GZD ein klares Konzept“, stellt Buckenhofer klar.

Quelle: GdP-Bezirksgruppe Zoll (Bundesfinanzpolizei)


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